Die Stadtwerkstatt als öffentlicher Raum

BIS HIERHER ALLES GUTGEGANGEN.

Das Projekt „Die Stadtwerkstatt als öffentlicher Raum“ wurde als längerfristig angelegtes zirkulierendes Recherche- und Kunstprojekt in den Öffentlichkeitsbereichen des Hauses der STWST konzipiert. Das Konzept wurde Ende 2016/Anfang 2017 anlässlich einer Projektausschreibung der Stadt Linz zum Thema »Öffentlichkeit und Verdrängung« konzipiert. Anlass war zu dieser Zeit ein im Haus feststellbarer Peek von Problemlagen in den Öffentlichkeitsbereichen des Hauses speziell während der nächtlichen Ausgehzeiten, die gleichzeitig vielerorts in der Stadt spürbar waren. Die Stadtwerkstatt hat in der Einreichung argumentiert, dass hier gerade wegen der weitgehend offenen Zugänge in den Öffentlichkeitsbereichen des Hauses nicht nur ein Umgang mit diversen Situationen gefunden werden muss, sondern dass zunehmend Verdrängungen aufgefangen werden, die anderswo in der Stadt passieren. Um das Thema offensiv voranzutreiben, wurde der Ansatz gewählt, die Stadtwerkstatt und das Cafe Strom als denjenigen Freiraum zu untersuchen, als der er ohnehin über Jahre funktioniert – als ein über informelle Regeln und Verhaltensweisen durch HausmitabeiterInnen, aber auch durch assoziierte Partner, Projektmitwirkende, Kooperationspartner, bis hin zu den Gästen mitbestimmter und getragener Ort einer autonomen und heterogenen Szene.

In einer ersten Praxisphase wurden von Dezember 2017 bis März 2018 die Öffentlichkeitsbereiche des Hauses zur wissenschaftlich-performativ zirkulierenden Recherchezone erklärt:

Unter Mitwirkung von zwei Wissenschaftlerinnen und etwa acht PerformerInnen.



Mit dem praktischen Projektbeginn ist ein Text in der Versorgerin erschienen.

Die größere Thematik „Öffentlichkeit und Verdrängung“ ist in das Diskursformat „Strom um sieben“ eingeflossen. Die Diskussion lief unter dem Titel „Bis jetzt ist alles gutgegangen? Öffentlichkeit und Verdrängung“. Strom um sieben / 26. März 2018

Als Prolog wurde am Vortag der Film "Hass" von Mathieu Kassovitz gezeigt. Wir zitieren: Jusqu'ici tout va bien. Bis hierher ist alles gutgegangen.
Dies ist die Geschichte einer Gesellschaft, die fällt. Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung.
Film „Hass“ - So, 25. März, Moviemento Kino, 21 Uhr


2018 sind als Weiterführung des Projektes zwei Diplomarbeiten zum Thema erschienen, die sich aus der Arbeit am Projekt „Die Stadtwerkstatt als öffentlicher Raum“ ergeben haben. Eine weitere Diplomarbeit befindet sich noch in Vorbereitung. Mehr Informationen folgen mit Projektabschluss.


Eine weitere Theorie- und Praxisphase beginnt 2018 in Kooperation mit der Kepleruniversität.


Im Rahmen der Langen Nacht der Bühnen 2018 wird am 10. November außerdem in den frühen Abendstunden im Cafe Strom und in den Öffentlichkeitsbereichen des Hauses ein „Sleep Dance“ performt - in Recherche/Performativität konträr zur nächtlichen Ausgehzone konzipiert. Dieser Performanceansatz wurde bereits im Zuge von STWST48x4 SLEEP multidirektional als Speculative School of Sleep Dance angelegt - im Kontext von „Stadtwerkstatt als öffentlicher Raum“ werden die sozialen Aspekte des Sleep Dances beleuchtet.


Weiters befindet sich seit Spätsommer 2018 ein Textbuch in Planung - ein Quasi-Libretto des sozialen und künstlerischen Raumes mit umgedeuteten AkteurInnen.


MORE TBA: Konkrete Projektmitwirkende / KünstlerInnen / Infos über Prozess und Ergebnisse werden mit Ende des Projekts veröffentlicht


Mit Unterstützung aus dem Sonderfördertopf LINZimPULS.